In diesem Jahr hatten wir, die Fotografen von DDpix und ich, uns zum Ziel gemacht, die Rheinische Stadt Köln unter die Lupe zu nehmen. Vorallem ich wollte schon ewig nach Köln um mir den Goldenen Westen (wie man so schön sagt) anzusehen.
Natürlich war ich besonders auf das Große Feuerwerk gespannt denn das WECO-Feuerwerk zur 800-Jahr-Feier in Dresden hat mich 2006 einfach umgehauen. Leider kam bisher auch von Videos und das diesjährige Kölner Lichter nicht annähernd an das Dresdner Kunstwerk von 2006 heran.
In Dresden ging es bei Gewitter gegen 9 Uhr los in Richtung Netto um unser Proviant aufzubessern. Dann fuhren wir auch gleich auf die Autobahn wo wir sehr gut durchkamen. Kein Stau wie in den Medien angekündigt, glücklich waren wir. In Köln sind wir nach ca. 4 Stopps um die Beine etwas zu vertreten, gegen 14 Uhr angekommen. Dann stand es vor uns, das Wahrzeichen Kölns: Der Kölner Dom zeigte uns den Weg und schon fuhren wir auf der Hohenzollernbrücke in die Innenstadt mit hoher Erwartung.
Jetzt stellten wir uns der ersten Aufgabe, eine Parkmöglichkeit zu suchen. Nach etwas in der Stadt kurven fanden wir dann auch einen Parkplatz wo wir 3 Euro zahlten und 24 Stunden parken durften. Eine echte Rarität in Köln wie sich herausstellte. Der Dresdner wird vielleicht denken, kann doch nicht so schwer sein einen Parkplatz zu finden, dass dachten wir auch. Auf den meisten Parkplätzen durfte Werktags nur von 9 bis 23 Uhr geparkt werden und dann auch nur maximal 4 Stunden für etwas über 2 Euro. Ein Parkhaus sogar nur bis 18:30 Uhr am Samstag wo wir dann auch gleich wieder verschwanden! Schon komische Zeiten.
Auto also auf eine Seitenstraße in nähe der Innenstadt abgestellt und an den Rhein gelaufen um uns ein Bild davon zu machen. Eigentlich waren wir etwas erschrocken. Viele alte Bauwerke, die hohen Rheinbrücken auf jeden fall Sanierungbedürftig auch wenn die alte Zugbrücke bereits 100 Jahre auf dem Buckel hat und damit Historisch ist und die Rheinufer voller Müll, kaputten Bierflachen, Essensreste und das trotz den vielen Mülltonnen. Die Ankunft war seltsam und ich erhoffte mir Köln glanzvoller.
Wir sahen dann Bürger der Stadt Köln, die Ihren Rhein anscheinend beim Wort nahmen: “Alles rein in den Rhein”. Zack, flogen die Glasflaschen und Tüte ins Wasser egal von welcher Seite man sich das Schauspiel ansah. Besucher werden es mir sicherlich bestätigen; überall findet man Mülltonnen. Am Rheinpark sogar alle 3 Meter große, schwarze Tonnen von der Zoobrücke bis zum Tanzbrunnen. Liebe Kölner, dass muss nicht wirklich sein!
Naja, wir zerbrachen uns nicht den Kopf, warfen unseren Müll brav in die Mülltonnen und schauten uns etwas von Köln an. Weit kamen wir trotz großen Bemühungen allerdings nicht. Der Komplette Bereich zwischen Hohenzollern -/Zoobrücke, Tanzbrunnen, RTL Gebäuete war abgeriegelt. Zäune mit schwarzer Folie undurchblickbar gemacht (sogar auf den Brücken), Fahrradfahrer mussten gleich draußen bleiben und Familien mit Kinderwaagen wurden angehalten und von der Security angemacht. Viel gesehen von der Stadt haben wir leider nicht. Eigentlich nur das angesprochene Areal.
Als Besucher sieht man eine neue Stadt anders als Einheimische. Ich hoffe ich stoße mit meiner Kritik nicht auf patriotische Herzen und ihr nehmt es sportlich.
Die Kölner sind allerdings nette und Hilfsbereite Menschen. Der Dialekt ist sicherlich Gewöhnungsbedürftig, aber schlechte Laune hatte dort keiner. Wir machten uns dann auf um einen Platz zum Fotografieren und filmen zu suchen. Erst standen wir etwa 200 Meter links (Richtung Zoobrücke) von der Bastei und irgendwann liefen wir über die Zoobrücken um an das Rheinparkufer zu gelangen. Dort fragte ich einige Touris und Einheimische ob diese ggf. wissen ob der Dom während der Kölner Lichter angestrahlt wird, aber so direkt wusste niemand bescheid. Da der Wind aus Nordwest kam, war das filmen zumindest nicht möglich und wir liefen wieder Richtung Tanzbrunnen um auf die andere Seite zu gelangen und mal den Dom anzusehen.
Die Hohenzollernbrücke war schon ein sehenswerter Ort denn an den Zäunen hingen tausende Schlösser. Ich musste ersteinmal Googlen was das überhaupt bedeutet und finde das jetzt noch viel schöner. Die Schlösser auf der alten Zugbrücke sind quasi Liebesgrüße von Paaren die sich damit am Zaun verewigen. Davon machten wir natürlich einige Fotos. Hier ein Foto mit meiner Videokamera fotografiert.

Als wir uns dann noch den Dom etwas anschauten machten wir uns auch direkt wieder zu unserem zuerst ausgesuchten Platz an der Bastei. Auf dem Weg trafen wir das noch Alexander (Voreifelrambo wie er in Foren genannt wird) der bei nahezu jedem Feuerwerk in Deutschland dabei ist. Im Gepäck hatte er noch einen weiteren Herren von dem mir der Name jetzt nicht bekannt ist. Da plauderten wir noch ein wenig über -und was uns zu den Kölner Lichtern erwartet.

Am Filmplatz angekommen schlugen wir unser Lager auf und bauten unser Krempel auf. Jetzt hieß es warten, warten, warten. Gegen 22:30 Uhr kamen dann die angekündigten 50 Schiffe auf dem Rhein durchgefahren welche mit Musik und einem kleinen Feuerwerk bekleidet wurden. Das Feuerwerk war eher klein, überwiegend Batterien die auch nicht zum Takt der Musik passten. War sicherlich auch nicht beabsichtigt.
Doch dann passierte genau das, was uns den Abend so richtig verdarb. Der SuperGAU quasi! Die Größten Schiffe kamen zurück und positionierten sich genau vor uns und standen vor dem Feuerwerk so das wir vom Ponton nichts mehr sehen konnten. Unser Standpunkt war zwar auch völlig fürn Müll, aber das wussten wir vorher nicht. Aber die riesigen Schiffe verdarben uns die Stimmung so richtig und dadurch war unser Standpunkt Schrott.
Dann also begann der von Herrn Alef durch das Funkgerät durchgesagten 10 Sekunden Countdown und letztlich das Feuerwerk. Die gesteppten Sequenzen sahen wir aufgrund der Schiffe natürlich nicht. Ich hab mir demzufolge die WDR-Übertragung nocheinmal angesehen um das Feuerwerk zu analysieren und zu bewerten. Nach erneuter Sichtung empfand ich die Kölner Lichter als gelungen. Es gab zwar einige Probleme auf der linken/rechten Seite des Schiffes die so nicht eingeplant waren wie später durchgesagt wurde, aber alles in allem ein schönes Feuerwerk.
Einige Teams die an dem Feuerwerk (die Bereiche wurden aufgeteilt) gearbeitet hatten müssen wohl allem anschein nach schlecht gearbeitet haben und dem Anspruch des Chefs nicht nachgekommen sein. Ich denke unter vier Augen gab es dann noch ein privates Feuerwerk. Herr Alef muss zumindest wie ich hörte ziemlich Blass ausgesehen haben nach dem feuerwerk. Also Ihm tut es leid und war so ganz sicher nicht beasichtigt.
Sehr schön fand ich die Goldsequenzen zu “John Miles – Music” was durchaus überzeugte. Den totalen Zeitschock gab es zu “Edith Piaf – Hymne á l’amour” was ich ganz ehrlich richtig toll fand. Wo WECO etwas enttäuschte war zu “Bill Whelan – Reel arund the sun” denn hier hätte man es durchaus richtig Kesseln lassen können. Ich bin sogar der Meinung das dieses Lied aufgrund des Steigerungsgrades für ein Finale bestens geeignet wäre. Das hätte garantiert alle Kosten gesprengt.
Mit dem Lied von “Günter Hässy – Ouverture Canadienne” klangen die Kölner Lichter zu klassischen Klängen mit einem tollen Finale aus. Die Musikauswahl war recht gut nur “Robbie Williams” mit “Let me entertain you” hing uns zum Hals raus da dieses Lied am Nachmittag ständig über die Lautsprecher dudelte. Wir durften viele tolle Effekte erleben die so in Deutschland relativ selten zusehen sind. Umgehauen hat es uns jedoch zu keiner Minute was aber mit großer Wahrscheinlichkeit an unserer blöden Position lag. Aber, ich werde die Kölner Lichter nocheinmal besuchen dann sicherlich mit dem Flugzeug und direkt davor.
Die Heimreise war total entspannt. Es war zwar viel los auf den Straßen aber alles in allem total entspannt. Wir machten wir uns dann auch gleich auf die Autobahn und sind dann nach einigen Stopps gegen 6 Uhr in Dresden angekommen. Ich hab dann erstmal bis 14 Uhr gepennt.
Hier nun einige Fotos von den Fotografen DDpix aus Dresden und einige aus dem Video. Das Video von meiner Kamera wird nicht zur Verfügung stehen. Der Ton und die Perspektive war einfach schlecht.
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