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  |  Views: 3.115  |   Rezensionen  |  Melde ein Feuerwerk in deiner Stadt

Der reißerische Titel im BILD-Niveau passt einfach zu den be****pten Äußerungen einzelner Anwohner die anscheinend fürchterlich genervt waren aufgrund der Feuerwerke zum Pyroforum 2010 in Haltern am See.

 

Ganz langsam…

Am 19. und 20. März 2010 fand in Haltern am See eine Fachtagung globalen Ausmaßes für Pyrotechniker statt. 500 Experten aus aller Herren Länder waren zur Messe in die Seestadt gekommen. Am Samstagabend fand eine öffentlichkeitswirksame Präsentation von zwölf Herstellern auf den Flugplatz Loemühle statt.

Eine solche Veranstaltung ist nicht genehmigungs-, sondern nur anzeigepflichtig und aus diesem Grund traf sich Veranstalter Stabe mit einem Vertreter des Marler Ordnungsamtes. Laut Rainer Kohl (Stadtsprecher) am Montag auf Anfrage der WAZ sollte das Pyroforum 20 Uhr beginnen und rund 80 Minuten andauern. Kohl teilte mit, die Dauer wurde jedoch weit überschritten (Stabe habe gegen das Landesimmissionsschutzgesetz verstoßen) weshalb es für Herrn Wolfgang Stabe ein Nachspiel haben -und ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird. Das Bußgeld könnte eine Höhe bis 5000 Euro erreichen.

Da hält das Ordnungsamt mal wieder beide Hände auf. Leicht verdiente Kohl(e).

 

Nun kommts knüppel, 9 Tage vor dem 1. April…

Renate Carbone-Miller eine Anwohnerin die in der Nähe des Ballonstartplatzes in Lenkerbeck wohnt empfand die Feuerwerke welche bis 23:30 Uhr andauerten als “massivst” ruhestörend und lies verlauten:

Wir hätten nichts dagegen gehabt, wenn es bis 22 Uhr gegangen wäre, aber bis halb zwölf, das war eindeutig zu lang und hat uns einen entspannten Abend gekostet. Wir haben uns gefühlt wie im Krieg, so sehr hat es gerumst und geknallt.

 

Renate Carbone-Miller sagte weiter:

Wir haben uns ja selbst die wunderbaren Raketen angeschaut. Aber es wollte und wollte eben kein Ende nehmen und hat dann irgendwann nur noch gestört.

 

Zwei mal rief die Familie bei der Polizei an und waren aufgrund der etwas angenervten Reaktionen der Beamten am Telefon scheinbar nicht die einzigsten. Doch nun kommt es knüppel Dick: Die Familie Carbone-Miller erwägen eine Strafanzeige (!!!) gegen den Veranstalter Wolfgang Stabe aus Bochum-Wattenscheid.

 

Was sagen Besucher zum Pyroforum 2010?

Ohren betäubend sei es nur vereinzelt gewesen aber auch wunderbar anzusehen bestätigen beeindruckte Besucher.

Eine echte Show eben!

 

Im übrigen, 50 000 Euro soll in Marl in die Luft geschossen worden sein. Sehr beachtlich!

 

Was sagt FWK-ART zu diesem Quatsch?

Wirklich kaum zu glauben. Erst wurde die Pyromusikale aufgrund dieser kleinigkeiten und der Non-Spaß-Gesellschaft ruiniert, nun bekommen die Veranstalter des Pyroforums welches in dieser Form nur in Deutschland existiert (weltweit das einzigste) die Knüppel zwischen die Beine geschoben.

Ich glaube kaum das Frau Carbone-Miller nur ansatzweise nachvollziehen kann wie sich Krieg anfühlt. Frau Carbone-Miller, Herzlichen Glückwunsch!

 

Fotos und Videos sind unter folgender URL zu finden: http://www.fwk-art.de/pyroforum-2010-pyrotechniker-aus-aller-welt-waren-begeistert-fotos-und-videos/

 

Quelle: http://www.derwesten.de/…/Ruhestoerender-Laerm

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QR Code für Das Pyroforum 2010 – Ruhestörung, Anwohner drohen mit Strafanzeige
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12 Kommentare
Ließ was andere zu diesem Thema schreiben.

  23. März 2010 - 02:56 Uhr
Verärgerter Pyro  

Hallo Ihr,
zu allererst musst du das Datum mal anpassen :)
Nicht “19. bis 30.” sondern bis 20. :)

Zum Thema: Ich war ebenfalls als Berufsfeuerwerker zum Pyroforum angereist und schüttel mir seit einigen Minuten nur den Kopf. Soviel Aufregung vor dem schlafen ist zuviel. Ok, es gab das eine oder andere Problem ua. die Technik machte aus dem Pyroforum ein Geduldsspiel, aber es war eine wirklich tolle Show.

Wir benötigen ein solches Forum wo alle interessierten Kollegen aufeinander treffen um sich über Neuigkeiten zu informieren, mit den Fans etwas reden können und dem interessierten Hobbypyro das eine oder andere produkt und die Funktion einzelner Artikel zu erklären. das Pyroforum trägt zur wirtschaftlichen Situation in Deutschland bei und durch derartige Miesepeter wandern die guten Pyros aus.

In Deutschland sind die Auflagen derart hoch das ein Feuerwerk zu Designen keinen Spaß mehr macht. Aus diesem Grund bin ich überwiegend auch international unterwegs. Leider. Bestes Beispiel war die Pyromusikale die schon spanisches Flair versprühte aber natürlich in unserer Republik nicht erwünscht ist.

Die Bürokratie in DE vernichtet den Beruf und die Kunst wird zu einer Geisterbahn für jeden Pyro.

Nun gehe ich schlafen und träume von meinen neuen Feuerwerken in anderen Ländern ohne hohen Auflagen.

Lieben Gruß und klasse Website.

  23. März 2010 - 04:01 Uhr

Danke für den Hinweis. Der Fehlerteufel war mal wieder anwesend.

LG, René

  23. März 2010 - 20:01 Uhr
F. von Reding  

Guten Tag Feuerwerksfreunde
Ich war ebenfalls an diesem einzigartigen Anlass dabei. Offensichtlich waren die Produktevorstellungen zu lang und die technischen Probleme kamen noch dazu. Aber man wird ja auch aus solchen Anlässen etwas lernen und zukünftige Shows anpassen. Ich würde es sehr bedauern, wenn solche einzigartige Anlässe nicht mehr durchgeführt werden. Kommt noch dazu, dass vor allem auswärtige Gäste die Gegend kennenlernen und auch in wirtschaftlichen ungünstigen Zeiten Geld bringen.

  25. März 2010 - 05:38 Uhr
Manuel  

Servus, den Sachverhalt kann man wirklich nur traurig nennen. Eine Veranstaltung für Pyrotechniker die so einmalig auf dem Planeten ist, weltweit bekannt und Menschen von übersee anzieht wird aus dem eigenen Land mit solchen Auflagen ruiniert und wirkt auf die anderen Länder nur peilich. Über die hohen Auflagen hier in Deutschland müssen wir nicht sprechen. Ich kann es nicht nachvollziehen.

Ist es nicht möglich einmal im Jahr auf das Immissionsschutzgesetz zu verzichten und Wirtschaftlich denken? Hier wird kurzfristig gesehen und das Geld von Unternehmern genommen die selber schauen müssen nicht im Sumpf stecken zu bleiben.

Lasst es bitte mit dieser Geldstrafe denn damit bewirkt man nur das Gegenteil. Ich hoffe auf ein positives Ergebnis und wünsche Herrn Stabe und seinem Unternehmen alles alles Gute.

Manuel

  27. März 2010 - 03:18 Uhr
real_ist_in  

ich kann die ganze diskussion überhaupt gar nicht nachvollziehen!
welcher schaden/verlust ist durch das feuerwerk entstanden? wie hoch ist der schaden? ist jemand verletzt worden, oder gar gestorben? hat irgendjemand dafür bezahlen müssen? wie schlimm sind die auswirkungen auf unsere stadt?
welcher schaden/verlust wäre entstanden, wenn das feuerwerk nicht stattgefunden hätte? wäre damit ein menschenleben gerettet worden? eine katastrophe verhindert? oder hätten dann alle mehr geld verdient ?
was sagt ihr dazu?

  12. September 2010 - 11:23 Uhr
Snoop  

Man mag auch die andere Seite bitte sehen – auch wenn dieses hier ein Forum FÜR Feuerwerkfreunde ist.

Wir hatten hier in Hamburg das gleiche “Erlebnis” und hatten massivste Probleme mit unseren älteren Mitmenschen und unseren Tieren. Die alten Menschen hatten tatsächlich Kriegsbilder vor Augen – ich bitte sehr darum, soetwas nicht zu verharmlosen !

Auch bei uns wurde extrem viele “Bombem” (ein ohrenbetäubender Lauter Knall) gezündet – ohne Effekt am Himmel. Sind das Effekt-Bomben oder was soll das sein ? Es wackelten die Stifte auf dem Schreibtisch.

Sicherlich mag das meist hübsch anzusehen sein und sicherlich können wir Anwohner das auch einmal im Jahr ertragen. Das Problem ist aber ein wenig differenzierter zu sehen: Auf idesem Veranstaltungsgelände ist das eine Wochenende halt die Feuerwerksshow, am nächsten kommt eine Rockband und danach die MotoCross Meisterschaft. Jedes Wochenende ist dann Lärm – nur für uns Anwohner. Die Besucher des Feuerwerkes bekomen natürlich dieses problem nicht mit – verständlicherweise.

Nun also blind zu schimpfen, dass halte ich stark für unüberlegt. Es gibt immer zwei Seiten – bitte versetzen Sie sich auchmal in unsere Lage, bevor Sie den Kopf schütteln oder Beschimpfungen ablassen.

Wir haben letztes Jahr versucht, hinterher mit dem Veranstalter zu reden um für dieses Jahr eine bessere Lösung für alle Seiten zu finden. Leider wurde unsere Anfrage recht unhöflich abgewiesen (à la “das müssen wir mit Ihnen nicht reden, das dürfen wir auch so machen”). Nach solchen Antworten darf es auch nicht wundern, wenn wir Anwohner beim nächsten Mal halt weniger freundlich und verständnisvoller reagieren.

  12. September 2010 - 11:57 Uhr

Hallo Snoop, ich gehe davon aus das diese Bomben ohne Effekt Blitzknallbomben oder auch Salutbomben sind die einen gewaltigen Druck erzeugen. Ich verstehe schon die Menschen, keine Frage, es kommt immer darauf an wie man als Kläger mit dem Angeklagten spricht. Ihr Ton gefällt mir da um einiges besser.

Die Frage jedoch ist, wieso ist es in Deutschland nicht möglich derartige Events zu akzeptieren und in anderen Ländern machen selbst die alten bei dem Spaß mit und das ist noch extremer als das was wir hier kennen?

Beispielsweise erst kürzlich in Italien: http://www.fwk-art.de/recco-sagra-del-fuoco-italy/
Da sehen Sie ua. auch ihre Salutbomben in perfekter Ausführun.

Ich bin jedoch Ihrer Meinung das ein Finale nicht ausschließlich aus diesen Dinger bestehen sollte. Provozieren muss man niemanden.

Wie sieht denn Ihrer Meinung eine vernünftige Lösung aus?

LG, René

  14. September 2010 - 17:39 Uhr
Snoop  

Hallo René,
danke für Ihre Antwort – die auch umgänglicher klingt als “das andere Gemecker”.
Mir als Anwohner geht es in erster Linie nicht darum, diese Events (welche auch immer) zu verhindern. Es geht darum, dass bei jeder Veranstaltung (und jedem Veranstalter !!) auch einmal die umliegenden Events angesehen werden sollten. Häufig wird das das “Gemotze” von Anwohnern und deren blank liegenden Nerven verständlicher.

Kurz noch einmal zu Hamburg: Wir haben hier häufiger im Jahr Feuerwerke:
- Das japanische Kirschblütenfest (ein echter Genuss !)
- Wenn Dom (riesiges Volksfst) ist, jeden Freitag Abend
- Beim Hafengeburtstag (mehrere Feuerwerke)
- Bei Taufe oder Besuch großer Schiffe (Queen Mary II, Aida blu, … Hamburg st halt ein Welthafen)
- Sylvester nicht zu vergessen
- Die Rockkonzerte von U2, AHA usw. haben manchmal auch Feuerwerke anbei
- Die Gala-Abende der Britischen Gesellschaft (recht kurz – aber oho = laut)
- Zu Ehren der Besuche von Staatsoberhäupter u.ä. (meist 1-2x im Jahr, vglw. leise & kurz)
- Die “kleinen Privatfeuerwerke” auch der Gener nach gewonnenen nach Fussballspielen

Alle finden in der Nähe statt und sind mehr oder weniger gut hötbar (teilweise spürbar) – je nach Wind und Wetterlage. Als Feuerwerk FAN sicherlich ein Genuss und häufig bestimmt auch zurecht. Als Anwohner muss man die restlichen Events aber auch (manchmal auch gerne) “ertragen”:
- Fussball (Übertragungen, Fan Feste)
- Harley Days (wirklich nett – auch laut und für Tiere wirklich gefährlich !)
- Rock- und Popkonzerte jeglicher Art & Weise
- MotoCross EM oder WM oder was auch immer
- Ballon-Fahrmeisterschaften (hört sich ruhig an; nur hier ist die Startzone …)
- Jahrmärkte und Eventflohmärkte
- u.v.m.

Es gäbe eine Lösung, mit der vielleicht alle leben könnten:
(a) Warum werden solche lauten Events nicht an wechselnden Orten ausgeführt (2010 Hamburg, 2011 Bremen, 2012 Kiel, 2013 gerne wieder Hamburg, …). Wenn es unbedingt immer in einer Stadt sein soll, dann hat Hamburg auch viele Gelände rundherum – warum dann nicht auch mal im Randgebiet oder mal ein paar km weit weg. Die Infrastruktur ist bestens.

(b) Warum werden solche Events nicht angekündigt ? Klar, irgendwo im Eventblatt oder in den Fachbereichen kann man es erfahren. Aber warum muss ich mich als Anwohner dann aktiv mit dem Zusammenstellen der Events beschäftigen ? EIn freundlicher Brief an alle Anwohner (Wurfsendung, lokale Zeitungen) sollte kein zu hoher Aufwand / Preis sein. Beim Feuerwerk vor einigen Tagen wurde wir vollkommen überrascht – SIe ahnen garnicht, was für ein Chaos und eine Panik bei den Tieren hier ausbrach ! Gleichzeitig haben die älteren Nachbarn Angst und erzählen von damals. Es gibt schönere Abende :o)

EIn Beispiel: Die Harley Days machten das letzte Jahr zur Auflage, dass nur auf den Autobahnen die Maschinen “aufgerissen” werden dürfen und das in der Nähe von Wohngebieten freiwillig 30 km/h gefahren wird. Es haben sich die meisten daran gehalten – wir alle hatten selten solche Freude an einem wirklich tollen Event. Nette Menschen und viel Rücksicht auf beiden Seiten: Die Konvoifahrten und die abendlichen Feste haben alle Anwohner gerne “ertragen”. Leider hat die Satdt Hamburg nun die “grüne Welle” entdeckt und die Biker in das Hafengebiet verdammt – wir haben dafür die “Cruise Days” (Schiffe: Luxusliner Tage) mit lautem Riesenfeuerwerk bekommen … dieser Schwachsinn nur am Rande.

(c) Feuerwerke im Stadtgebiet haben weniger “Bomben” und mehr “leise Lichteffekte” – auf Flugfeldern u.ä. kommen dann auch die harten Geschosse zum Einsatz. Das sollte doch für gute Künstler machbar sein – oder zumindest eine Herausforderung darstellen ?!

(d) Das letzte Feuerwerk nicht um 23:30 Uhr. Wir hatten bis dahin schon zwei “Luftangriffe” hinter uns und die Nerven waren am Ende. Keiner rechnete um diese Uhrzeit mit einem weiteren. Das uns dann der Kragen platzt und manch einer zur Anzeige bei der Polizei geht, mag vielleicht auch nicht nur verwundern.

Nochmals: Es geht mir/uns nicht um ein generelles Verbot oder ein Vernichten der schönen (lauten) Events. Es sollte aufeinander abgestimmt sein und mehr Rücksicht geben. Auch aus meiner Sicht sind dabei die Veranstalter am Zuge, denn jeder gibt als erstes Argument an: “Wir machen das doch nur einmal im Jahr” … ja, richtig. Genau wie die anderen 50 Eventveranstalter auch :o)

  14. September 2010 - 19:48 Uhr

Oha Snoop, Feierabend gehabt zu dem Zeitpunkt? :D

Also es klingt schon für einen Pyro sehr verlockend, muss ich sagen. Hier in Dresden ist es aber um einiges krasser. Rund 140 Feuerwerke im Jahr und die Beschwerden gehen zurück. Ich weiß nicht so recht was ich auf Ihr Kommentar antworten soll. Ich kann an der Situation so oder so nichts ausrichten.

Ich wäre 100 Prozentig damit einverstanden wenn man die 50x Salutfinale in einer Stadt einfach nicht durchführt. Verbote wird es dahingehend keine geben so ist auf die Vernunft der Feuerwerke zu hoffen. Zumindest wird es Verbote in den Ballungsstädten nicht geben. Hannover, Hamburg, Berlin, Dresden, Köln, Bonn etc. Feuerwerke sind der Anziehungspunkt jeder Veranstaltung und das lässt sich keine Stadt und auch kein Veranstalter nehmen. Ich wäre allerdings dafür, mehr Rücksicht zu nehmen. Zumindest verstehe ich das ab 22 Uhr “eigentlich” Nachtruhe ist. Da sollte um 23:30 Uhr kein Feuerwerk und vielleicht noch mitten in der Woche abgefeuert werden. Im Sommer ist es schon schwieriger.

Auch wenn es Sie nicht zufriedenstellen wird, vielleicht ist es das beste, sich mit der “Eventgeilen” Welt anzufreunden und das beste draus zu machen. Der gennerationswechsel hat begonnen bzw. ist voll dabei. Flugzeugangriffe oder einen Bombenhagel wird es zumindest keinen geben. Also kann man sich doch sagen:

Oh man, schon wieder ein Feuerwerk. Naja, ist in 10 bis 20 Minuten eh vorbei.

oder

Ach kommt Kinder, Oma und Opa, schauen wir uns das eben an und danach ist wieder Ruhe für eine Woche.

Punkt (a) weil die Einnahmen fehlen. Touris müssen doch in die Stadt und da ihr Geld lassen.

Punkt (b) das ist ebenfalls schwierig. Der Beruf (gibt es eigentlich nicht offiziell) Feuerwerker ist hart umkämpft. Wenn Feuerwerker X in der Presse ließt, am Datum XYZ soll ein Feuerwerk geschossen werden, ruft er doch gleich mal dort an und macht einen günstigeren Preis. Das Auslegen in Banken, Postämtern, andere Behörden, Flyer etc. begrüße ich allerdings auch. Das kann man gern 3 Tage vorher tun. Länger ist nicht möglich.

Punkt (c) generell möglich, aber teilweise sehr viel teurer für den Veranstalter. Eine Bombe mit sichtbaren Buket am Himmel ist relativ preiswert zu bekommen.

Schon schwierig irgendwie. Einerseits kann ich Sie verstehen, auf einige Sachen zu bestimmten Uhrzeiten, Ortbegebenheiten würde ich aus Rücksicht verzichten, andererseits möchte würde es mir wehtun ^^

Aber eines ist fakt, wenn Sie so wie Sie hier schreiben zu einem pyro an die Absperrung gehen, denke ich schon das Sie eine nette unterhaltung führen könnten und vielleicht überzeugen Sie einen von vielen. Was für Sie sicherlich interessant wäre, ist ein wenig Fachwissen über das was da am Himmel passiert. Vielleicht lässt ein Pyro Sie mal in die nähe eines Abbrenners.

Aber ich glaube, dass beste ist, man findet sich damit ab. Ich muss mich selber hin und wieder beruhigen das ich nicht Platze im Alltag. Aber hey, warum aufregen wenn das Leben doch ohne Aufregung viel schöner ist. Schlagen Sie die Presse auf und lesen Sie was in unserem Land und außerhalb passiert. Da könnte ich mich aufregen ^^

In diesem Sinne, schon schierig.
LG, René

  15. September 2010 - 14:55 Uhr
Snoop  

Hallo René,
nein, nicht gerade Feierabend. Ich arbeite freiberuflich und kann mir die Teit frei einteilen. Das erleichert vieles.

Sicherlich haben Sie Recht: Ändern werden wir nichts. Aber allein, dass aus einem Motz- und Kopfschüttel-Thread eine respektvolle Unterhaltung geworden ist, finde ich ein gutes Zeichen.

Beim nächsten Mal werde ich versuchen, den Pyrotechniker mal direkt zu erreichen – mal sehen, was aus dem Gespräch dann wird. Es geht ja auch darum, was mit den Tieren hier passiert. Sie haben mit dem Generationswechseln sicherlich Recht und mir ist nach dem zweiten Scheppern der Stifte dann auch klar, dass es ein Feuerwerk ist – aber erklären Sie das einmal unseren Tieren auf dem Hof …

In Wedel (einem Vorort an der Elbe) haben alle einen richtig guten Kompromiss gefunden:
Die Firma Nico Pyrotechnik (?) suchte einen Platz, um einmal im Jahr ihre neuen Effekte zu testen. In Wedel worde der Event auf die Festwiese an den Rand und in Elbnähe gelegt. Die Anwohner (u.a. Bekannte von uns) wurden gefragt und man einigte sich schnell darauf, dass keine Bomben und Nervtöter eingesetzt werden. Nico akzeptierte und so wird einmal jährlich das Ganze zm echten Spektakel. Nach Einbruch der Dunkelheit wird immer eine einzelne Rakete abgeschossen und die Explosion dann gefilmt – Nico braucht diese Tests halt. Die Anwohner (und mittlerweile auch Touristen) dürfen auch filmen und photographieren. Nach jedem Schuss ist ein paar Minuten Pause, dann die nächste Rakete.
Klar, nun werden viele sagen, dass sowas mit Feuerwerk nicht viel zu tun hat. Auch wieder richtig. Aber es zeigt, dass wenn alle zusammen eine Lösung finden wollen es auch gut gehen kann. Wir waren auch einmal dabei und haben wirklich schöne Effekte gesehen; es war mal eine andere Art von Feuerwerk.

Ihre Einstellung ist gut. Auch ich versuche mich nicht allzu sehr über den Ärger und die Themen im ALltag aufzuregen. Meist klappt es ganz gut … bis irgendjemand mit seiner Intoleranz für andere dann aber die Toleranz für seine Wünsch fordert (à la “[...] das Pyroforum trägt zur wirtschaftlichen Situation in Deutschland bei und durch derartige Miesepeter wandern die guten Pyros aus. [...]” = erster Kommentar).

Eine Bemerkung möchte ich noch in Richtung des Hauptartikels werfen dürfen:
“[...] Ich glaube kaum das Frau Carbone-Miller nur ansatzweise nachvollziehen kann wie sich Krieg anfühlt. [...]”
Zum einen findes ich es schade, dass eine Frau hier öffentlich mit vollem Namen an den Pranger gestellt wird. Sie hat Ihre Meinung und (auch wenn sie einem nicht passt) man sollte diese akzeptieren. Zum anderen können sich das hoffentlich nur wenige vorstellen (den Krieg). Ich war vor Jahren Zivi und habe in meinen 16 Monaten Dienstzeit von Zeitzeugen soviel über Krieg gehört, dass ich glaube, dass ohne selbst erlebten Krieg sich das eh’ keiner vorstellen kann. Nur habe ich halt auch gelernt, dass einige Reize (Sirenentests, Feuerwerksbomben, …) diese Bilder schlagartig vor die Augen holen. Und ich denke, dass viele ältere Menschen mehr dadurch verärgert sind als über den Knall an sich.

René: Vielen Dank für diese wirklich schöne Unterhaltung und den freundlichen Austausch der Meinungen. Es hat bei mir dazu beigetragen, dass ich mich beim nächsten Feuerwerk mit friedlicher Laune mal auf den Weg zum Pyrotechniker machen werde :o)

  15. September 2010 - 16:02 Uhr

Vielen Dank Snoop. Haben Sie auch einen Namen? :)

Das war NICO da veranstaltet nennt sich Testschießen. Da werden neue Artikel getestet bevor sie in den verkauf gelangen und um Informationen für die Produktbeschreibung zu erhalten. Was das Wort “Bombe” betrifft, Bomben werden die feuerwerkskörper genannt die Sie am Himmel sehen. Das sind in der Regel Kugel -bzw. Zylinderbomben. raketen mit Leitstab gibt es auch im Profifeuerwerkssegment, werden allerdings nur sehr selten verwendet da diese unberechenbar sind. Kennt man ja von Silvester.

Bomben werden hingegen in Abschussrohre eingelassen und aus diesen dann elektronisch abgefeuert. Wie eine solche Kugelbombe hergestellt wird, sieht man ganz gut in diesem Video. Das beispiel ist allerdings Extremst da solch große Bomben sehr selten in Deutschland geschossen werden. Hier in unseren Breiten sind 300mm fast schon das Maximum. In Berlin zur Pyromusikale waren es 2x600mm und der Effekt am Himmel hatte einen Durchmesser von 800 Metern. Der Knall bzw. die Druckwelle hatte meine Hose flattern lassen ;)

Ich finde es sehr interessant wie Sie berichten. Normalerweise hört man eben nur solche die Meckern und wenn man sie mit Gegenfragen löschert, den Kopf nach unten neigen und abziehen. manche Aufregung ist unbegründet. man erreicht viel mehr wenn man sachlich bleibt. Wie Sie!

Was die Tiere betrifft, auf einem Bauernhof oder in einem Dorf wo es viel Vieh gibt, muss ja nicht wirklich ein Feuerwerk geschossen werden. Das verstehe ich. Aber würde man jetzt nur Rücksicht auf Tier nehmen, was dürfte man denn noch alles? Tiere gibt es überall und da sollte man keinen Unterschied machen ob Klein -oder Großvieh. Schnecken sind auch Tiere wie Pferde.

Man kann nur auf die Vernunft hoffen. Wenn Sie Ihren Erfahrungsbericht haben, schreiben Sie es bitte. Würde mich sehr interessieren :)

LG, René

  19. November 2010 - 08:41 Uhr
rosalinde  

Es ist schlimm, mit welcher Arroganz mittlerweile die Pyrotechnik-Mafia auftritt. Und es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Veranstaltungen mit Kl. IV oder V de facto genehmigungslos (nach erfolgter Anzeige) einfach statttfinden können. Da wird dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Wenn man sich beschwert, dass diese Unsitte mit Feuerwerk immer mehr zunimmt und die Lärmbelästigung selbst nach 22 Uhr nicht abgestellt wird, dann ist das mehr als gerechfertigt. Auf jeden Fall lassen wir uns diese kriegsähnliche Zustände nicht mehr gefallen. Da diese Leute so uneinsichtig sind, werde ich alle Privatpersonen und Firmen anzeigen, die sich nicht an die bestehenden Gesetze halten. Die Verursacher müssen ebenfalls mit Schadensersatzforderungen rechnen.

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